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Redensarten

In seiner Chronik hat Wilhelm Heise Redensarten in Wasserleber Platt festgehalten, die in der Mitte des 20. Jahrhunderts im Dorf üblich waren.

Im Folgenden werden von diesen Redensarten nur die übernommen, die derzeit noch benutzt werden oder an die man sich heute zumindest erinnern kann. Ergänzt werden sie von weiteren gebräuchlichen Redewendungen, die bei Heise nicht auftauchen.

Dabei folgt die Schreibweise der im Kapitel Grundlagen festgelegten Regeln.

 

Wie die Wenkersätze wurden 2022 auch die Redensarten von Karin Krasberg geb. Strohmeyer und Ernst Gustav Köhler gen. Holland auf Wasserleber Platt nachgesprochen. Hin und wieder hört man im Hintergrund den Dackel Max.

 

Et is in Dutten. - Es ist kaputt.

Se sind nich uut aan Dörpe. - Sie sind sich nicht einig.

Ha is wie sau ne Brümmese. - Er ist hecktisch.

Ha is wie en Tinshahne. - Er ist wild.

Gah meck nan Bedde. - Lass mich damit in Ruhe.

Make man nich sau ne Ködderazien. - Rede doch nicht so ein dummes Zeug.

Make et man hallewä. - Mache mal halblang (Übertreibe mal nicht.).

Ha is kort un klein. - Er ist völlig gebrochen.

Du kannst meck mal in Hindersten licken. - Du kannst mich mal am Arsch lecken.

Du bist bebraat. - Du kannst mir gestohlen bleiben.

Ha drächt Schwanzfeddern. - Er hat Angst.

Da mösste eck ja Tinte esoepen häbben. - Da müsste ich ja schön dumm sein.

Ha harre en Kopp wie en Lejjehaun. - Er hatte einen hochroten Kopf.

Se sind nich inne. - Sie sind nicht zuhause.

Ha löppet seck en Stebbel terechte. - Er läuft unruhig hin und her.

Ha is nich oppn Schick. - Er hat schlechte Laune.

Et hät emal eschlumpet. - Es hat mal geglückt.

Et war jistern sau muckelich. - Es war gestern so trübe.

Ha maket ne Labbe. - Er macht ein dummes Gesicht (Er ist übellaunig.).

Damit hät ha gliecks en Kallef int Ue eschlaen. - Da hat er gleich jemand beleidigt.

Dickedaun is mien Reichtum. - Prahlen ist mein Reichtum.

Se schlecht en Wunderbühl opp. - ...